Tag 3

Also der Pool gestern Abend war fabelhaft. Mit Skyline-Sicht und einem blinkenden Fernsehturm. 

Heute bin ich dann um fünf aufgestanden, um rechtzeitig an meinem Bus nach Singapur zu sein. Leider stand ich dann 05:30 Uhr vor der verschlossenen Metro-Station, das war wohl nicht so durchgeplant. Auch stellte ich voller Entsetzen fest, dass ich null Ahnung hab wo ich in Singapur dann eigentlich hin muss und dass ich unbedingt Internet brauche. Und das war bisher immer schwieriger in Malaysia. Aber ich vertraute da einfach mal fest auf den Bus oder zumindest den Busbahnhof. Morgens und logisch denken ist nicht so meins. Quasi nur aus dem Hotel gefallen. Irgendwann wurde dann aber zum Glück die Metrostation aufgeschlossen. Ich konnte auch direkt in einen Zug einsteigen, der stand dann allerdings noch ein wenig in der Gegend rum. Allgemein ist mir in den letzten Tagen aufgefallen, dass Kuala Lumpur nicht so die Frühaufsteherstadt ist. Vor neun passiert hier eigentlich gar nichts. Auch gegen sechs war der Zug verdammt leer, von Berufsverkehr keine Spur. Am Busbahnhof angekommen kaufte ich dann ein Ticket und es gab sogar Internet. Tag gerettet. Dachte ich zumindest. Mein Bus wurde ab erwarteter Abfahrtszeit als Verspätung angezeigt, keiner konnte sagen wann er kommt. Irgendwann kam er. Der Grenzübergang nach Singapur dauerte ewig, anscheinend hatten die Leute vor mir nicht die richtigen Papiere oder so. Nun ja. Ich kam in Singapur an, hob Geld ab, lief ein wenig im Kreis um den Bus zu finden. Fuhr zum Hostel. Hier ist es echt mega cool. Nette Leute, überschaubare Größe, total super.

Ich ließ mir ein paar Tipps geben und ein Ticket für den Nacht-Zoo buchen und machte mich dann in den Weg nach Chinatown, um Mittag zu essen. Dort bestellte ich „3 Gemüse“, Reis war auch dabei. Schmeckte ungefähr so wie es klingt. War aber nicht schlecht. Dann war es Zeit zum Zoo zu fahren und wieder stellte ich mich verdammt dumm beim Bushaltestellen suchen an und lief sicherlich 20 Minuten im Kreis. Der Zoo war ganz cool, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sich das Anstehen und der Preis wirklich lohnen. Oh und hab ich schon erzählt, dass ich mir Flipflops gekauft habe – meine sind ja im Reiserucksack – und jetzt meine Füße verdammt weh tun? Ich hatte noch überlegt Ersatzschuhe mitzunehmen, dachte aber so schlimm wird es nicht und das Wetter sprach verdammt für Flipflops. Naja, jetzt ist mein einer Fuß offen, ich muss hier morgen mal nach Pflastern fragen.

Aber der Knaller meiner Geschichte kommt noch. Weil wir haben ja schon gemerkt, diesen Urlaub nichts so läuft wie es soll. 

Ich bin also schon früher aus dem Zoo gegangen (gegen 23:00 Uhr), weil ich dachte ich weiß ja nicht wie lange die Bahnen fahren. Ratet, was mir passiert ist. Jaaa, genau. Ich war also schön auf dem Weg nach Hause, da schlug es Mitternacht und die Bahn fuhr nicht weiter. Mitten auf der Strecke. Also stand ich da und schaute etwas blöd. Es ist schließlich Samstag Abend. Also ging ich zum nächsten Schalter und fragte, ob es noch irgendeine Möglichkeit gibt zu meiner Metrostation zu kommen. „Nein“. Laufweg gut 2 Stunden. Also suchte ich mir den nächsten europäisch, genau so verloren Aussehenden, fragte ihn wo er hin muss und im Endeffekt teilten wir uns ein Taxi bis Chinatown, von wo aus ich noch 30 Minuten lief. Zum Glücks ist Singapur ja auch bei Nacht sicher. Jetzt, gegen 02:00 Uhr sitze ich im Hostel, habe den Text für heute fast fertig geschrieben und gehe gleich schlafen. Morgen gönne ich mir ist ausnahmsweise mal ausschlafen, der Wecker ist auf 10:00 Uhr gestellt. Dann hoffe ich, dass ich Mariam treffen kann, meine Lieblingssingapurianerin. Mein Plan sieht vor dann das Stadtzentrum um Little India zu erkunden, mal schauen was sie noch so machen will. So im Rückblick kann ich aber sagen: etwas Positives hatte der Tag. Ich hab nämlich hier im Hostel Mückenschutzmittel geschenkt bekommen, weil das jemand hier liegen gelassen hat. Juhu, nicht noch mehr Mückenstiche! Damit jetzt erst mal eine gute Nacht.

Luisa


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