30.03.15, Leben auf einem Boot

Nachdem ich mein Hostel in Nelson verließ musste ich erst mal eine Weile laufen bis ich einen guten Platz zum Trampen fand. Dort pickte mich dann eine Jack Sparrow Kopie auf, sehr lustig. Danach eine Frau die alle Kommunen in der Gegend kannte. Und dann Daryl. Unser Gespräch verlief ungefähr so: „Wo willst du hin?“ „Nach Golden Bay. .. naja.. eigentlich weiß ich gar nicht so genau wo ich hin will.“ „Okay, ich fahre nach Marahau“. Daryl fand ich schon skurril weil Er seinen Hund permanent mit Chips fütterte. Auf dem weg erzählte er mir dann, dass er momentan ein paar Mädels bei sich Leben hat (Englisch und Niederlande) und die gerade ein Schild für seinen Kajak & Paddleboardverleih gestalten, jedoch sonst die meiste Zeit am Strand chillen und ich ja mit kommen und ihnen Gesellschaft leisten könnte. Als wir uns Marahau näherten deutete er auf ein Schiff und fragte „siehst du das Hausboot da? Da Wohnen wir. “ Achso, ja, gut zu wissen. So landete ich also am Strand von Marahau und wurde wenig später (nachdem ich eine Runde Paddleboard gefahren bin) zum Mitglied des Teams erklärt. Die Arbeit hier ist echt eher entspannt, am Strand sitzen und auf Kunden warten, Wände und Dach des Bootes streichen und ein wenig Ordnung auf dem Boot halten gehören zu den Hauptaufgaben. Am ersten Tag sind wir gleich erstmal mit dem Boot zum Split Apple Rock gefahren, haben dort Fotos gemacht und dann dort übernachtet. Dort bin ich auch Dank der anderen Mädels das erste Mal im Ozean Schwimmen gewesen, war gar nicht so kalt wie erwartet. Man merkt halt das doch noch irgendwie Sommer ist. Die Sterne in der Nacht waren unglaublich. Am nächsten Tag kam dann eine Dänin dazu und ein paar Tage später verließen uns die Engländer. Zwischendurch waren noch mal drei andere deutsche da, die blieben aber nur eine Nacht weil sie zu gut für das Boot waren. Dabei ist hier das absolute Paradies. Sonne, Strand, Paddleboard, barfuß laufen und nette Leute. Dazu eine unglaublich schöne Landschaft. Irgendwann haben wir uns mal den NationalPark angeschaut und joa… so läuft das hier halt. Gestern mussten wir im ankommenden Sturm Asiaten vor dem Meer retten, das heißt ab in die Kajaks und schön gegen die Wellen Paddeln. Ich hab zuvor noch nie gekajakt und war danach auch echt fertig. Nass und anstrengend ist es, unvorstellbar dass Leute Geld dafür bezahlen um diese Dinger zu leihen. Ebbe und Flut haben unser Boot feststecken lassen, heißt man kann jetzt gemütlich laufen und muss nicht mehr hinPaddeln. Ist ganz nett wenn man dann doch mal nur schnell auf Toilette muss. Das Kochen wird immer lieb von den Mädels übernommen, unbezahlbar wenn du morgens noch voll verpennt im Bett liegst und dir schon mal ein Brötchen mit Spiegelei und Tomaten unter die Nase gehalten wird. Abends gibt es den Kamin und oft einen Film. Ist auf jeden Fall super schön hier, aber demnächst sollte es mal wieder Zeit sein weiter zu reisen.

Manchmal schon etwas kompliziert ohne Wasser, Steckdose, Toilette und Dusche aber irgendwie doch sehr machbar. Mal eine neue Erfahrung

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