… – 16.03.15, Der normale Wahnsinn

Mittwoch (11.03.) war ich einen Tag in Dunedin, da Julie für eine Woche im Kindergarten arbeitet und Bob zu einer Auktion in Dunedin wollte. Nachdem ich mir also stundenlang angeschaut hatte wie Leute seltsame Landwirtschaftsgeräte kaufen (bei jedem dritten fragte ich Bob wozu das gut ist) ging es shoppen und dann diverse Leute besuchen. Strand anschauen, Steak zum Abendessen, wunderbarer Ausblick über die nächtlich beleuchtete Stadt am Abend. Danach nur zwei Stunden Autofahrt im Dunkeln zurück 😀 Auf der Hinfahrt hätten wir fast ein Schaf überfahren, da es doch sehr sehr unerwartet auf der Fahrbahn auftauchte. Blöde Viecher. Als ich dann nachts um halb eins nach Hause kam erzählte mir Julie ganz stolz, dass sie ein Schwein erschossen hat. Ja, auch Schweine laufen hier frei rum. Donnerstag hing ich die meiste Zeit einfach rum, der halb blinde Robin fuhr Auto (OMG was haben Bob und ich über seine Sturheit gelacht – „Nein, ich bin geheilt, ich kann Auto fahren, ich sehe den Berg da“) und danach schaute ich zu wie Julie ihr Schwein häutete und klein schnitt. Freitag ging es dann nach Wanaka zur A&P Show (wieder so eine Landwirtschaftsshow). Eigentlich wollte ich da eine Nacht bleiben und dann Richtung Westküste weiterreisen, allerdings war Wanaka komplett ausgebucht. Also dachte ich fahr ich mit Bob zurück und probiere es dann am nächsten Tag von Ranfurly aus – leichter gesagt als getan. Bob fuhr nämlich nur bis Clyde um da Freunde zu besuchen. Die haben da ihr drittes (!) Haus, das wunderschön ist. Als Bob mir mein Zimmer zeigte meinte er nur „wie im Hotel“ und er hatte verdammt Recht. Wunderbar geschlafen. Samstag ging es dann wieder zurück nach Ranfurly und von da aus fuhr ich in Richtung Ostküste und dann diese hoch. Auf dem Weg lernte ich eine Deutsche kennen, die seit einiger Zeit in Neuseeland lebt, sehr nette Begegnung. Nun war ich in Christchurch, Hostelsuche war ganz schön kompliziert, „mal sehen was der nächste Tag bietet“ dachte ich.

Hab ich schon erzählt, dass ich ein neues Handy habe? Ich glaube nicht. Ich habe jetzt doch tatsächlich ein Handy was in Neuseeland funktioniert und für neun Dollar im Monat (6€) unlimitierte SMS und ein paar Anrufe und wenig Internet dazu. Ist okay 😉

Der Morgen brachte nichts, also machte ich mich wieder auf den Weg, hitchhiken, geplant Richtung Nelson. Gelandet bin ich dann in Oxford, definitiv nicht in Richtung Nelson. Naja, man kommt halt schnell mal vom Weg ab. Dorthin brachte mich ein Mann, der mir empfahl im Cafe und im Antik-Shop nachzufragen, ob die Ideen hätten wo man wohnen könnte. Das Cafe brachte nichts, aber die Leute im Antik-Shop waren super freundlich und gaben sich unglaublich Mühe, telefonierten tausende Leute durch. Echt süß. Würde man in Deutschland in irgendeinen Laden gehen und nach einer Unterkunft fragen, würden sie einem das nächste Hotel zeigen und sich nicht weiter damit beschäftigen. Schließlich wussten die Leute dort nicht mal wer mich geschickt hat 😀 Dort saß ich dann eine Weile und die Leute machten einen Aufwand als kennen sie mich schon das ganze Leben lang. NEUSEELÄNDER SIND SOOOOO SÜß.

… Nach ner Weile erreichten sie wen, die Frau erzählte mir ich könne bei ihr bleiben, sie habe Esel (Eselkacke aufsammeln 😀 ) und eine Menge gefällte Bäume (pine cones (Wie heißt es in deutsch?^^) aufsammeln). Ich freute mich auf die Esel, also holte sie mich fünf Minuten später ab. Hier gibt es Hunde, Hühner, Esel, Pferde, Kaninchen, Enten…. Riesen Haus, unglaublich viele verschiedene Leute. Ich konnte mir keinen einzigen Namen merken. Die ersten zwei Nächte schlafe ich im Wohnwagen (wollte ich schon immer mal machen), danach kriege ich ein Zimmer im Haus. Ist sehr nett hier. Am Abend stellte ich noch fest dass sie einen Whirlpool haben, auch nicht schlecht. Der nächste Morgen begann mit Tannenzapfen im Regen aufsammeln, doch keine so ne coole Arbeit. Als meine Hose komplett durchweicht und ich absolut durchgefroren war beschloss ich also wieder rein zu gehen, man muss sich ja auch nicht krank arbeiten. Später ging es dann ein Haus streichen, das machte mir recht viel Spaß. Dann noch kurz in den Ort zurück.. Naja, jetzt dachte ich aktualisiere ich mal den Blog..

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