Elfter Tag, Dunedin pur

Nach einer grauenvollen Nacht (ich konnte wegen meinen von der Sonne schmerzenden Armen kaum schlafen und wachte ständig auf) plante ich den Tag mit einem Besuch in der Schokoladenfabrik zu versüßen. Also stand ich auf und stellte fest, dass alles weh tat. Meine Arme und mein Nacken durch den Sonnenbrand, meine Beine hatten Muskelkater vom vielen Laufen und an einem Zeh hatte ich eine Blase – ein guter Start in den Tag. Also entschied ich mich zum ersten Mal den Bus zu nehmen. Im Endeffekt keine gute Idee. Es rettete mich zwar vor dem Laufen im Regen, war mit 2,70 (1,80€) auch halbwegs günstig für den doch recht weiten Weg ins Zentrum, aber ich kam leider absolut nicht da raus wo ich wollte. Der Busplan hier ist sehr unübersichtlich, deswegen fragen immer alle direkt den Fahrer wo er hinfährt. Ich hielt also den Bus an und fragte ob er zum City Center fährt. Er meinte ja, ich meinte ich will zum Octagon (dem Hauptplatz da) und zahlte. .. Leider kamen wir nie am Octagon vorbei und dann war da plötzlich die Endhaltestelle. Also bin ich noch mal eine Viertelstunde durch die Gegend gelaufen bis ich am Octagon ankam. Da ist die Touristeninformation in der ich noch mal ein paar Sachen nachschauen wollte. Danach ging es dann zur Cadbury Chocolate Factory und tatsächlich hatten die zur nächsten vollen Stunde (20 Minuten nachdem ich ankam) einen Platz in einer Führung für mich frei. Also folgte ich einer Frau 75 Minuten durch die Schokoladenwelt von Cadbury und war im Endeffekt doch ein wenig enttäuscht das es nicht mal halb so cool war wie bei Wonka. Naja. Trotzdem war es interessant und es gab viel Schokolade. Danach war ich kurz einkaufen und wollte dann ursprünglich glaub ich noch mal zur Touriinfo, blieb aber auf dem Weg bei der „First Church“ hängen. Sehr hübsche Kirche und ein faszinierendes Holzdach von innen. In einem Raum etwas weiter hinten gab es eine Ausstellung und einen kleinen Kirchenverkauf, wo ich promt mit der Frau ins Gespräch kam und so mindestens eine Dreiviertelstunde in der Kirche verbrachte. Da sie mir das Otago Museum empfohl machte ich mich dann auf den Weg dorthin. Als ich ankam war ich allerdings schon so fertig, dass ich das Museum kaum geniesen konnte. An sich war es aber ganz nett gemacht und zumindest die Tierabteilungen habe ich mir angeschaut. Als ich dann langsam zurück wollte fragte ich die Frau an der Museumsinfo ob sie ne Ahnung von den Bussen hat und sie konnte mir tatsächlich im Internet raussuchen wo ich hin musste. Leider fuhr mein Bus nur alle Stunde und ich hatte nicht mehr genügend Zeit um zur Haltestelle zu kommen, also machte ich mich wieder zu Fuß auf den Weg. Als ich dann ne Stunde gelaufen war (nein, stimmt gar nicht, ich saß zwischendurch kurz im Einkaufszentrum und gönnte mir Sushi) dachte ich ich könne ja den Bus jetzt nehmen, wird ja billiger sein, weil sie so ein Zonenprinzip haben. Als er dann sieben Minuten später eintrudelte erklärte mir der Fahrer, dass er nur bis zur Station vor meiner führe und dann wenden würde und dass mich das 2,70 kostet. Naja, war mir dann auch egal, es begann wieder zu regnen und ich wollte nicht mehr laufen. Also nahm ich den Bus und war in Nullkommanichts wieder zuhause. Jetzt entspanne ich hier ein wenig, behandle meinen Sonnenbrand mit so einem Aloe Vera Zeug und schreibe den Blog.

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