Und wieder mal im Kreis – 02.08.15

In Christchurch gibt es die weltbesten Cookies! Aber jetzt mal langsam und von Anfang an.

Von Akaroa aus machte ich mich auf den Weg nach Hanmer Springs, die Fahrt durch zwei interessante aber grundsätzlich gegensätzliche Mitfahrer begleitet.

Als erstes nahm mich ein Mann um die 50 oder 60 mit, der verrückt war. Also ehrlich jetzt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Anfangs dachte ich noch er sei nur „anders religiös“, aber nach und nach wurde klar, dass es nicht nur das ist. Es fing damit an dass er mir zu erklären versuchte dass „Gott“ böse ist – er glaubte zweifelsfrei an Gott, aber der war halt böse. Ist doch schließlich Versklavung wenn man sein Volk leiden lässt und es nur dann befreit wenn sie machen was sie wollen (Moses), oder? Soweit so gut. Aber als die drei Weisen dann zu Aliens wurden die Jesus Gehirn scannten (leider haben sie falsche Schlüsse gezogen, weswegen Jesus am Leben blieb), die Kreuzigung Jesus nur geschah um sein Kind mit Maria-Magdalena zu verheimlichen, er (mein Fahrer) der einzige Mann mit diesem riesigen Wissen wurde (diese Rolle will er aber gar nicht haben) und deswegen die Aliens (die ja mit dem bösen Gott zusammenarbeiten) mit Schiffen auf die Banks Peninsula kamen, ihn knechteten und sein Gehirn scannten (weswegen sie jetzt so mächtig sind), er deswegen die DNA von Frauen sammelt um damit ein riesiges Kriegsschiff gegen Gott zu bauen, welches in der Form von drei Fröschen ist, und mich davon überzeugen wollte ihm zu helfen (er ist auch definitiv nicht verrückt) wurde es mir doch zu viel. .. Als wir dann an dem Punkt angekommen waren wo sich unsere Wege trennten hörte er aber nicht auf zu reden, weswegen ich noch mindestens eine halbe Stunde vor seinem Auto stand und probierte verständnisvoll zu nicken.

Die nächsten Leute die mich dann aufpickten waren ein Pärchen auf ihrer Verlobungsreise, die Früchte dabei hatten und Saft, mich zwischendrin in ihr Haus in Christchurch für eine Dusche mitnahmen, Kaffee verteilten und mich dann gut und sicher (mit den überbleibenden Orangen und Äpfeln) in Hanmer Springs ablieferten.

Dort suchte ich eine Unterkunft, lief kurz durch den Ort und gönnte mir dann einen Abend in den Pools, für die Hanmer Springs berühmt ist. Könnt ihr gerne mal googlen, war sehr entspannend nach so einem seltsamen Tag.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg nach Greymouth, wozu es eigentlich nicht viel zu erzählen gibt. Die Fahrt war hübsch, aber in Greymouth regnete es. Nachdem ich eine Weile durch den Ort gelaufen bin ging es am Abend Couchsurfen, eine Weile saß ich allein in seiner Wohnung, am Abend haben wir dann Billiard gespielt.

Dann ging es recht spontan am nächsten Tag los nach Christchurch. Die Fahrt über Arthur’s Pass war sehr empfohlen vorher und dementsprechend schön. Mit Zwischenstopp hier und da (Höhle zum durchklettern, Springfield..) landeten wir schließlich wieder in Christchurch, wo ich auch schon meinen nächsten Couchsurfer traf.

Hier erwartete mich ein Haus mit zwölf Bewohnern – alle spanisch-sprachig. Interessierte sie einen Scheißdreck dass ich kein Wort verstand und selbst bei „UNO“ fühlte ich mich etwas verloren wenn sich jemand eine Farbe wünschte. Nach anfänglichem verzweifeltsein wurde es aber doch noch ein ganz netter Abend. Da mein Gastgeber am Dienstag in die USA zieht war große Party und es waren sogar noch mehr Leute im Haus.

Nach einer kleinen Ameisenplage heute morgen (.. hier sind Ameisen im Haus und ich hatte nicht mehr ganz so frisches Obst in meinem Rucksack -.- ) ging ich dann mal zur iSite und buchte mein Zugticket (TranzAlpine – zurück nach Greymouth). Nachdem mir alle erzählten wie wunderschön diese Zugstrecke im Winter ist ist es dafür jetzt nämlich mal Zeit, auch wenn es im Prinzip das selbe ist was ich gestern mit dem Auto gefahren bin. Morgen heißt es also früh aufstehen :-/

Nachdem das erledigt war spazierte ich ein wenig durch Chch und lernte sogar noch die schönen Seiten der Stadt kennen (die Cardboard-Kathedrale war für mich dabei eines der Highlights). Während meine letzten Besuche eher negativ geprägt waren gefiel mir die Stadt dieses mal doch recht gut. Anschließend traf ich mich noch mit einem anderen Couchsurfer und schaute mir ein wenig mehr der Stadt an. Das war eigentlich ein sehr gelungener Tag. Achso und ja, auf dem Weg gönnte ich mir die besten Cookies der Welt und einen Milchshake <3

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