11.06.15, Ständig diese großen Städte

Bei mir ist mal wieder viel los.

Von Lake Tekapo aus machte ich mich auf den Weg nach Christchurch. 20km vor der Stadt entschied ich mich dann dafür den Bus zu nehmen, weil rein trampen so gut wie unmöglich war.
Nach Anleitung des Busfahrers fand ich dann die Touriinfo (die Frau die dort arbeitete wurde an dem Tag meine beste Freundin). Ich fühlte mich ziemlich verloren in so einer riesen Stadt, zahlte Unsummen für ein hässliches Hostel und machte mich am nächsten Tag gleich wieder auf den Weg woanders hin.

Nun ja, Christchurch ist ja von allen umstritten (seit dem Erdbeben ist da halt nicht mehr so sonderlich viel sehenswertes) und ich muss sagen.. Ja was muss ich eigentlich sagen? Es ist erstaunlich wie viele komplett zerstörte Häuser man sieht, aber die Stadt hat auch einige nette Ecken. Es gibt die süße Straßenbahn die durch die Gegend fährt, eine Container-Mall (ja, ein Shoppingcenter nur aus Schiffscontainern) und hier und da etwas Kunst an den Straßenecken. Mir persönlich gefällt die Stadt nicht sonderlich, aber vielleicht lag das auch nur an den ersten paar Minuten voller Stress und Orientierungslosigkeit.

Am Abend dort traf ich dann einen alten Bekannten aus Marahau auf ein Bier, das war doch ein recht schöner Abschluss.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg nach Kaikoura, ich kam schneller als erwartet aus der Stadt. Mit dem Bus aus dem Zentrum raus und dann ganz normal mit fünf Minuten Wartezeit getrampt.

Nach Kaikoura wurde ich mitgenommen von Speed(y?) (ich habe es nicht mehr so mit Namen, man trifft zu viele Leute), der in einem Wohnwagen auf dem Campingplatz dort wohnte. Da sein Freund und Nachbar für ein paar Monate in Australien ist bot er mir an in dem Nachbarwohnwagen zu schlafen, was ich dankend annahm. Er zeigte mir den Ort und Tee (und am Abend Abendbrot (Tea)) gab es auch. Ich konnte dort meine Wäsche waschen, hatte etwas Gesellschaft und im Allgemeinen einen recht netten Tag.

Während ich durch den Ort lief unterhielt ich mich mit allen Leuten in den Geschäften und bekam auch prompt eine Einladung für das nächste Mal wenn ich in Kaikoura bin.

Den nächsten Tag startete ich dann mit einem Regenbogen.

 

Natürlich dürfte der dazugehörige Regen nicht fehlen als ich mich dann auch den Weg nach Picton und dann mit der Fähre nach Wellington machte.

Die Überfahrt war recht entspannt mit freiem WLAN und einem Fernseher mit Filmen auf dem Boot.

Als Wellington in Sicht kam dachte ich nur „Woah, das sind ja große Häuser“, nach vier Monaten kleine süße Südinsel mit kaum zweistöckigen Häusern ist man diese Büroklötze einfach nicht mehr gewohnt.

In Wellington machte ich dann gestern Abend einen kurzen Spaziergang bei dem ich feststellte dass ich die Stadt doch wider erwarten recht gerne mag und ging dann schlafen.

Heute war dann endlich Zeit die Stadt zu erkundigen.

Ich machte mich auf zu der Touriinfo, um einen Plan zu bekommen wo ich am besten Anfange und wie ich meine Tour gestalte.

Wellington ist zwar nicht groß, hat aber durch seine gesunde Mischung zwischen Obdachlosen und Business-Menschen schnell das Gefühl einer Großstadt vermittelt.

Auf dem Weg zum Cable Car tauschte ich eine Münze gegen ein Foto, irgendwie gefiel mir das Lächeln des Jonglierers.

Das Cable Car überraschte mich mit verschiedenfarbig leuchtenden Tunneln und war an sich eine ganz nette Angelegenheit für vier Dollar. Das passende Museum war dann auch schnell besucht. Dort lernte ich, dass es hier auch private Cable Cars gibt (ich will auch ein Ding was mich zuhause den Berg hoch bringt :O ).

Danach besuchte ich den botanischen Garten, was eine faszinierende Angelegenheit war. Da ich normaler Weise nicht so von Gärten zu beeindrucken bin erhoffte ich mir nicht all zu viel. Vielleicht war es gerade deswegen traumhaft. Wellingtons Garten überrascht durch seine wunderschöne Gestaltung. Ich sah mir ein „Treehouse“ an, ging Wege bei denen ich dachte mich fällt gleich ein wildes Tier an und bestaunte eine unglaubliche Pflanzenvielfalt. Zudem traf ich einen lustig aussehenden Hund.

Auch versuchte ich Baby-Enten zu finden, aber ich glaube hier ist nicht die richtige Jahreszeit 🙁 und die blöden wollten einfach nicht schrumpfen.

Nach dem Botanischen Garten kam ich leider etwas vom Weg ab, also besichtigte ich noch einen Friedhof.

Am Parlament und Busbahnhof vorbei gelangte ich dann zu einer alten Kirche (Old St. Paul Church?). Schnell mal eben noch den Bahnhof Wellingtons anschauen und dann quer durch die Stadt zum Te Papa Museum.

Hochgelobt und das zurecht.

Ich verbrachte den halben Tag dort und schaute mir verschiedenste Ausstellungen an. Von Krieg bis Schaf war alles zu finden. Und das auf eine Art dargestellt, die einem Freude am entdecken brachte.

Danach erschöpft zum Hostel zurück, duschen, essen & einen ewig langen Blogbeitrag schreiben. Dann die halbe Stunde freies Internet gekonnt nutzen um alle Fotos hochzuladen, dem Vater zum Geburtstag zu gratulieren und vielleicht noch ein zwei andere Sachen zu erledigen. Danach Postkarten schreiben.

Ja, das wird so ziemlich mein Tag gewesen werden sein. Morgen geht es dann weiter, mal sehen wo ich bin wenn ich mich das nächste Mal melde.

Bis dahin liebe Grüße, ich hoffe euch geht es allen gut,

eure Luisa.

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